Historischer Kalender

 

aus der gleichnamigen RKI - Sendereihe

 

 

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01.06.1950  wird in Korea die 6jährige Schulpflicht eingeführt. Im Erziehungsrecht von 1984 wurde festgelegt, dass alle Bürger das Recht auf Schulerziehung für 6 Jahre Grundschule und 3 Jahre Mittelschule haben. 
01.06.1990 wird das koreanische Computernetzwerk an das Internet angeschlossen und das Zeitalter des Internets eröffnet.  
04.06.1993 wird die erste Rakete für wissenschaftliche Beobachtungen an der Westküste erfolgreich abgeschossen. Diese Rakete war die erste, die mit koreanischer Technik gebaut wurde. Die Rakete erreichte nach dem Abschuss innerhalb 188 Sekunden eine Flughöhe von 38,6 Kilometer und eine Flugstrecke von 77 Kilometer und machte Aufnahmen von der Ozonschicht über dem koreanischen Territorium. 
08.06.1885  wird in Seoul die Paechae-Schule, die erste Bildungseinrichtung für die Mittel- und Oberstufe vom amerikanischen Missionar Henry Appenzeller, eingerichtet. In einem 2 Zimmer großen Raum des Hauses des Missionars W. Granton begann die Paechae-Schule, die sich später zur Paechae-Mittel und Oberschule entwickelte, mit nur 2 Schülern. 2 Jahre ließ Kaiser Kojong ein Schulschild aufhängen und die Anzahl der Schüler stieg im darauf folgenden Oktober auf 20 Schüler. Die Druckabteilung, die damals innerhalb der Paechae-Schule eingerichtet wurde, war der Vorläufer der modernen Druckerei in Korea.
09.06.1962 wird im Zuge der 2. Finanz- und Währungsmaßnahme der Militärregierung die heutige Währungseinheit "Won" eingeführt. Die Finanz- und Währungsmaßnahmen wurden von der Militärregierung durchgeführt um Korruptionsgelder in die Industrie zu führen und Inflationen vorzubeugen. 
12.06.1951 wird die koreanische Zentralbank - Korea-Bank - gegründet. Das Zentralbanksystem wurde bereits vor der Annexion durch Japan durch die Gründung einer Zentralbank im November 1909 ins Leben gerufen. Nach der Besatzung hatte die auf grund des Choson-Bankgesetzes gegründete Choson-Bank einen Teil der Funktion der Zentralbank aufgeführt, die gegenwärtige Korea-Bank wurde nach Gründung der Republik Korea aufgrund des koreanischen Bankengesetzes am 12.06.1951 gegründet. 
13.06.2000 an diesem Tag traf sich der damalige südkoreanische Staatspräsident Kim Dae-Jung mit seinem nordkoreanischen Amtskollegen Kim Jong-Il in Pyongyang
15.06.1999 wird in Folge der Überschreitung der nördlichen Grenzlinie durch ein nordkoreanisches Marineschiff im Westmeer vor der Jonsei-Insel ein Seegefecht zwischen südkoreanischen und nordkoreanischen Marinesoldaten ausgelöst. Hintergrund dieses Zwischenfalls war folgender:

Am 15.Juni gegen 8 Uhr morgens drangen zwei nordkoreanische Wachschiffe, die von 3 Torpedobooten geschützt wurden, in das südkoreanische Meeresterritorium ein. Darauf hin wurden 10 Marineschiffe, 2 Wachschiffe und 1 Rettungsschiff der südkoreanischen Marine mobilisiert. Auf den Befehl sich zurückzuziehen schossen die Soldaten die sich auf dem Deck des  nordkoreanischen Wachschiffes befanden auf die südkoreanische Seite. Ein 76 mm Geschoss, das von südkoreanischer Seite aus abgefeuert wurde traf mitten in ein nordkoreanisches Torpedoboot, das in Flammen aufging und im Meer versank. Auch die restlichen Torpedoschiffe sowie die Wachschiffe der Nordkoreaner wurden von 40mm Maschinengeschossen getroffen, wobei die meisten der nordkoreanischen Soldaten ums Leben kamen oder schwere Verletzungen erlitten haben sollen. Auch auf südkoreanischer Seite gab es viele Verletzte. Es wird vermutet dass hinter dem erstmaligen Versuch Nordkoreas die nördliche Grenzlinie mit militärischen Mitteln ungültig zu machen, die Absicht lag einen Streit um die Meeresregion zu entfachen und dadurch einen gemeinsamen Fischfang von nordkoreanischen und südkoreanischen Fischern zu ermöglichen.  Des weiteren wird angenommen dass Nordkorea dadurch die Problematik der Nachkriegsordnung auf der koreanischen Halbinsel aktuell zu machen um dadurch die USA zu Friedensverhandlungen bewegen wollte. 
17.06.1902 starten 120 Koreaner vom Inch´on - Hafen nach Hawaii. Sie sind die ersten koreanischen Hawaii-Emigranten. Ihre Auswanderung kam dadurch zustande dass der Vorsitzende des hawaiier Zuckerrohrplantagenverbandes Bishop nach Korea gekommen war um mit der koreanischen Regierung ein Auswanderungsabkommen abgeschlossen hatte. Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts begann die Zuckerrohr- und Ananasplantagen aus Mangel an Arbeitskräften ihren Blick auf den Fernen Osten zu richten. In jeder Hafenstadt in Korea wurden Plakate angebracht auf denen für Arbeitskräfte geworben wurde. Von der ersten Auswanderungsgruppe fielen im japanischen Hafen Kobe 20 durch die medizinischen Tests durch und nur 100 Emigranten können weiterfahren.  In Honolulu angekommen wird 15 Personen, die an einer Augenkrankheit leiden die Einreise verweigert und letztlich erreichen 86 Koreaner Hawaii. Historischen Aufzeichnungen zufolge sind bis 1905 7200 Koreaner als Plantagenarbeiter nach Hawaii ausgewandert. 
18.06.1989 beendet Cha Bun-Kun seine Fußballkarriere in Deutschland. Vielen Fußballfans in Deutschland wird der einstige Spieler von Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen nicht unbekannt sein. Cha Bun-Kun, der 1976 die Koryo-Universität abgeschlossen hat, wurde 1971 in die koreanische Nationalmannschaft aufgenommen. Als Spielmacher des koreanischen Nationalteams hatte er sich bereits einen Namen gemacht bevor er zu Darmstadt 98 ging und kurz darauf zu Eintracht Frankfurt wechselte. 1980 wurde Cha Bun-Kun in die UNICEF-Weltelf gewählt und von 1983 bis 1989 war er bei Bayer 04 Leverkusen aktiv. 1997 wurde er WM-Trainer der koreanischen Nationalmannschaft. Nach einer schweren Niederlage gegen die Niederlande musste er seinen Posten als Nationaltrainer räumen. Einige Jahre danach ist er in China als Trainer aktiv und 2001 kehrt er nach Korea zurück wo er seit dem bei der Rundfunkgesellschaft MBC als Fußballkommentar tätig ist.  
22.06.1948 fliegt eine olympische Sportlerdelegation nach London um zum ersten Mal an einer Olympiade teilzunehmen. 
25.06.1950 früh am Morgen gegen 4:30 Uhr startete die nordkoreanische Armee einen militärischen Angriff an der Grenzlinie am 38. Breitengrad. Innerhalb von 4 Tagen nach der Überschreitung der Grenzlinie fiel Seoul in die Hände der Nordkoreaner und die Regierung musste nach Taeyong fliehen. In diesem Kampf gibt eine in der Geschichte des Koreakriegs erwähnenswerten Vorfall. Aus strategischen  Gründen musste die Hanflußbrücke während des Rückzugs der südkoreanischen Armee, die sich in Bedrängnis befand, bombardiert werden. Von den rund 4000 Flüchtlingen, die sich damals auf der Brücke befanden, fielen 500 bis 800 den Bomben zum Opfer. Als die südkoreanische Armee immer weniger Stand halten konnte, einigte sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen darauf, den Angriff auf Südkorea als illegalen Angriffsakt zu bezeichnen um Truppen zur Unterstützung Südkoreas zu entsenden. Am 1. Juli erreichen dann die Fußtruppen der Vereinten Nationen Busan. Die Sowjetunion, eines der UN-Sicherheitsratsländer, hatten an der Entscheidung nicht teilgenommen.
26.06.1948 tritt Korea dem UN-Abkommen für die politische Beteiligung der Frauen bei.
27.06.1950 entscheidet der US-Präsident Trueman, dass die USA am Koreakrieg teilnehmen wird. Dies widersprach seiner früheren Erklärung sich nicht in den Krieg einmischen zu wollen. Auf die Entscheidung Truemans wird das gemeinsame koreanisch-amerikanisches Kommandorecht aufgeführt und die Führung übernimmt General McArthur. Unter der Kommandoführung McArthurs wird eine Alliiertentruppe gegründet, an der 16 alliierten Länder teilnehmen. Das waren u.a. die USA, England, Frankreich, Österreich, Kanada, Neuseeland, Republik Südafrika, die Türkei, Griechenland, die Niederlande etc. Im September 1950 gelang es dann McArthur und den Alliierten durch die Incheon-Landung Seoul zurückzuerobern und bis nach Pyongyang vorzudringen. Durch den massenhaften Einsatz von chinesischen Soldaten der Roten Armee wurden die Alliierten aber wieder in den Süden abgedrängt und Seoul fiel erneut in die Hände der Kommunisten. Den amerikanischen Truppen gelang es allerdings durch ununterbrochenen Angriff eine Abwehrfront zu schaffen. Die Waffenstillstandsgespräche brachten die Kriegsaktionen zum Abflauen. Am 27.07.1953 wurde in der Nähe der Waffenstillstandslinie ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen und der Krieg wurde so faktisch beendet. Durch den Koreakrieg kamen auf beiden Seiten Nord- und Südkoreas rund 1,5 Millionen Menschen ums Leben und 3,6 Millionen wurden verwundet. Das ganze Land wurde durch den Krieg zerstört und verwüstet. Es war ein Krieg, der 5 Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit mit dem Ziel der nationalen Wiedervereinigung geführt wurde, und als Folge die Teilung in dem Konflikt vertieft hatte. 
28.06.1985 bricht in Korea erstmals bei einem Patienten die Krankheit AIDS aus.
29.06.1987 auf dem Höhepunkt der Demokratisierungsbewegung gab der damalige Präsident Roh Tae-Woo die Erklärung vom 29. Juni bekannt. In dieser Erklärung wurde der friedliche Machtwechsel durch die Einführung der direkten Präsidentschaftswahl, die Freilassung von politischen Häftlingen und den verstärkten Schutz von Grund- und Menschenrechten versprochen. Aufgrund dieser Erklärung wurde der Präsident im darauffolgenden Dezember durch direkte Volkswahlen gewählt. 
30.06.1983 begann KBS mit der Übertragung einer Sendung in der Menschen ihre durch den Koreakrieg verlorene Familienangehörigen suchen konnten. Die Sendung war ursprünglich für 90 Minuten geplant und 150 getrennte Familien wurden ursprünglich eingeladen. Über Tausend Menschen drängten sich allerdings ins Studio und es gab so viele Telefonanrufe, dass es zwischendurch zu Aufnahmestörungen kam und die Sendung musste bis 3 Uhr morgens verlängert werden. Der Andrang war so groß, dass das Programm erst nach 138 Tagen beendet werden konnte. Es war ein Fernsehereignis, das in den Herzen der Menschen, die 33 Jahre lang von ihren Familienangehörigen getrennt waren, ein großes Feuer entfacht hatte. Hunderttausende hatten an der Suche teilgenommen und knapp 10000 gelang es mit Hilfe der Fernsehübertragung ihre verlorenen Eltern und Geschwister wieder zu finden.